2015

  1. Generalversammlung am 11.01.2015

  2. Stammtischtreffen jeweils am ersten Mittwoch (19:00) im Monat
    (s. Termine i. Jahr) (im Gasthaus Düring, Saal/Saale)

  3. Versuch, Blühflächen in Sulzfeld anzulegen (Ende April: geringer Erfolg; wegen Trockenheit nur wenig Blüten)

  4. Wie kommt der Honig ins Glas?  (13.06.2015 in Sulzfeld)

  5. Stammtisch mit Grillfest in Sulzfeld (12.08.15, 18:00 Uhr)

Generalversammlung 11.01.2015

1. Vors. Mirko Kiesel, Franz Wehner (40 J. Mitgl.), 1. Vors. im KV Annette Seehaus-Arnold, Elmar Wolf (50 J. Mitgl.), Georg Then (15 J. Mitgl.) (v. links) Foto: W. Somieski

Mainpost 14.01.2015

 

GROSSBARDORF

Hohe Völkerverluste und dürftiger Honigertrag (SO)

Großbardorfer Imkern bleibt trotz Hiobsbotschaften nur der Blick nach vorn

Bienenzüchter geehrt: Elmar Wolf (Zweiter von rechts) wurde zum Ehrenmitglied des Imkervereins Großbardorf ernannt. Die Ehrennadel des Imkerverbands in Bronze erhielt Georg Then (rechts) für seine Verdienste um die Bienenzucht. Die Nadel in Gold erhielt Franz Wehner (Zweiter von links). Links der Vorsitzende des Imkervereins Großbardorf, Mirko Kiesel, in der Mitte Kreisvorsitzende Annette Seehaus-Arnold.FOTO: Wolfgang Somieski

Der Imkerverein Großbardorf hat bei der Jahreshauptversammlung eine Bilanz zum vergangenen Jahr gezogen. „Ein eher mäßiges Imkerjahr 2014 liegt hinter uns, und es ist wieder an der Zeit, zurück, aber auch nach vorne zu blicken“, wie es der Vorsitzende Mirko Kiesel ausdrückte. Das Jahr sei mit hohen Völkerverlusten nach der Auswinterung und kleinen Honigernten nicht gut verlaufen.

Mancherorts fiel die Honigernte den Angaben zufolge ganz aus. Die gefährliche Varroamilbe ist nach wie vor Hauptfeind Nummer eins, hieß es. Die Hoffnungen ruhen auf der nun erfolgten Winterbehandlung der Bienen.

Doch es gibt weitere Hiobsbotschaften. Der kleine „Beutenkäfer“ , der sich in Süditalien sesshaft gemacht hat, hat dem Vernehmen nach bereits viele Bienenvölker, besonders die schwachen und die Ableger, befallen. Genauso gefährlich sei die „asiatische Hornisse“ (Vespa velutina), die vor zehn Jahren mit einer Ladung Tonwaren aus China nach Frankreich eingeschleppt wurde und sich seitdem in Süd- und Westeuropa ausbreitet und inzwischen den Südwesten Deutschlands bei Karlsruhe erreicht hat. Starke und gesunde Völker seien aber widerstandsfähiger und nicht gefährdet.

Was die Zukunft in Bezug auf genmanipuliertes Saatgut bringt, und was die Regierungen in der EU und in Deutschland tun werden, sei unklar. Jedenfalls sei das abgelaufene Jahr diesbezüglich für Bienen und Imker nicht gut gelaufen. „Es kann nur besser werden“, so Kiesels Resümee.

Die Kreisvorsitzende der Imker, Annette Seehaus-Arnold, informierte darüber, dass das Veterinäramt jene Imker, die noch keine Betriebsnummer haben, angeschrieben habe. Ab dem ersten Volk ist den Angaben zufolge jeder Bienenzüchter verpflichtet, sich beim Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten eine Betriebsnummer zuteilen zu lassen. Zudem müssten die Standorte der Bienenvölker dem Veterinäramt gemeldet werden.

Ehrungen

Seehaus-Arnold und Kiesel nahmen auch Ehrungen vor. So wurde Elmar Wolf zum Ehrenmitglied des Imkervereins Großbardorf ernannt. Die Ehrennadel des Deutschen Imkerverbands in Bronze erhielt Georg Then aus Sulzfeld für seine Verdienste um die Bienenzucht und für die Verbundenheit zum Landesverband Bayerischer Imker. Die Nadel in Gold erhielt Franz Wehner.

Kiesel wies auf einen für Imker wichtigen Termin hin. Am 17. Januar findet in Berlin, zeitgleich mit der „Grünen Woche“, wieder die Demonstration „Wir haben es satt“ statt. Auch Imker seien aufgerufen, sich mit ihrer Teilnahme für eine ökologischere und damit bienenfreundlichere Landwirtschaft einzusetzen. Weltweit seien die Folgen der agrarindustriellen Massenproduktion für Bauern, Verbraucher, Tiere und die Umwelt dramatisch. Die Bundesregierung müsse jetzt handeln und für eine „gerechte und global verantwortliche Agrarpolitik“ sorgen, so Kiesel. Dafür brauche es auch den Protest der Imker.

Weitere Infos unter www.wir-haben-es-satt.de

Mitfahrt zur Demo: Auskünfte beim 2. Kreisvorsitzenden Franz Wehner. Nächster Stammtisch am Mittwoch, 4. Februar, um 19 Uhr im Gasthaus Düring in Saal.

(Artikel von unserem Mitglied Wolfgang Somieski)

 

Wie kommt der Honig ins Glas?

Auch 2015 hatten Harald, Claudia und Alois im Rahmen des Sulzfelder Sommerprogramms Kinder und Erwachsene eingeladen, zu erfahren wie Honig ins Glas kommt.

 

 

Stammtisch mit Grillfest in Sulzfeld

Nach der Sättigung gab es angeregte Unterhaltungen.